+++ Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben Theater ist, dann suche dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spaß macht. (Shakespeare) +++
Aktuelle Politik
01.09.2020, 16:32 Uhr
 
Die erschütterte Baerbock (Grüne).

Die Grünen betonen gerne, dass sie aufseiten der Wissenschaft stünden. Wie sich zeigt, haben sie allerdings einen ganz eigenen Bezug zu Fakten. Mindestens so wichtig wie die reale Wirklichkeit ist bei ihnen die gefühlte. Vor einigen Tagen saß Annalena Baerbock bei Markus Lanz und gab Auskunft darüber, was sie in den vergangenen Monaten besonders bewegt habe. Trump, Corona usw. klar, alles furchtbar. Aber es gebe ein Ereignis, das habe sie besonders erschüttert, sagte sie mit traurigem Blick: dass in Thüringen beinahe ein Nazi zum Ministerpräsidenten gewählt worden wäre.

 

Ein Nazi als Fast-Ministerpräsident, fragte sich der eine oder andere Zuschauer irritiert: In Deutschland passieren ja viele schlimme Dinge, aber das ist doch irgendwie an einem vorbeigegangen. Bodo Ramelow, der amtierende Ministerpräsident in Thüringen, konnte schon mal nicht gemeint sein, der kommt von der Linkspartei. Thomas Kemmerich war im Februar für einige Tage Ministerpräsident, aber der ist Mitglied der FDP. Wen hatte Frau Baerbock also vor Augen, als sie über das für sie erschütterndste Ereignis dieses Jahres sprach? Es stellte sich heraus: keinen der beiden. Sie habe sich undeutlich ausgedrückt, ließ sie erklären. Sie habe an die AfD gedacht. Deren Kandidat hatte allerdings nie den Hauch einer Chance, zum Ministerpräsident gewählt zu werden, nicht im ersten, nicht im zweiten und auch nicht im dritten Wahlgang. Es kommt bei Frau Baerbock öfter vor, dass sie so ergriffen ist, dass die Dinge bei ihr durcheinandergeraten.

Am vergangenen Sonntag war sie wieder auf Sendung. Diesmal sprach sie über die Flüchtlingspolitik. Sie sagte: „Jeder Mensch hat ein Recht auf Asyl.“ Steht so nicht im Grundgesetz und noch nicht einmal in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. In Deutschland genießen aus gutem Grund nicht alle Menschen Recht auf Asyl, sondern nur politisch Verfolgte und auch die nur eingeschränkt. Das sollte eine Annalena Baerbock wohl wissen.

Erinnert sich noch jemand an Rudolf Scharping, den Kanzlerkandidaten der SPD 1994? Den Mann, der angetreten war, Helmut Kohl aus dem Amt zu schubsen? Eigentlich waren die Ausgangsbedingungen gar nicht so schlecht. Zwölf Jahre Kohl, da fanden viele, das sei genug. In einer Fernsehsendung verwechselte Scharping bei einer neu ersonnenen Abgabe für Besserverdienende brutto mit netto. Das wars mit seiner Kampagne. Von dem Fehler hat sich der brave Mann nicht mehr erholt. Er wurde später nur noch Verteidigungsminister, aber auch das Engagement endete unglücklich. Planschte im Pool mit seiner neuen Liebe, der Gräfin Pilati, was viele belustigte, aber nicht die Soldaten bei der Bundeswehr und die, die im Ausland kämpften.

Text: Clemens Haskamp  
aktualisiert von Gisbert Dödtmann, 02.09.2020, 20:47 Uhr
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