17.05.2019, 12:48 Uhr
 
Soll das Bargeld abgeschafft werden?
Diese Frage stellten die Lohner CDU-Senioren dem Referenten des Abends Jens Brockhaus von der LzO-Lohne. Er erzählte die Geschichte des Geldes und berichtete von den Vor- und Nachteilen des Bargeldes. Bargeld sei nach wie vor noch sehr beliebt. In Deutschland sei das Papiergeld erst im Jahre 1701 eingeführt worden.

Die Bezahlung per Karte oder Smartphone-App sei im Vergleich seltener. Während Schweden und Dänemark ihren Zahlungsverkehr radikal digitalisierten, zahlen die Menschen in Deutschland nach wie vor vor allem bar. Bei drei von fünf Gelegenheiten, wie die Bundesbank anhand von Daten errechnet hat. Gut die Hälfte der Umsätze im Einzelhandel wird mit Bargeld abgewickelt.

v. links: Jens Brockhaus, Friehelm Hechmann

Pro Bargeld spricht die Ausgabenkontrolle. Barzahler haben das Gefühl, ihre Ausgaben besser im Griff zu haben. Wer mit Schein und Münzen zahlt, hinterlässt an der Ladenkasse keine elektrischen Spuren. Vielleicht soll der Ehepartner auf dem gemeinsamen Konto gar nicht nachvollziehen können, was das Geschenk gekostet hat? Und auch manches dunkle Geschäft soll nicht ans Licht kommen. Barzahlungen schützen die Privatsphäre, so argumentierte Jens Brockhaus. Die Sorge vor dem Klau sensibler Bankdaten bei der Nutzung von Plastikgeld sei groß. Das Ausspähen von Kontodaten und PIN an Geldautomaten sei in Deutschland seit Jahren rückläufig.

Was wären die Spendendosen in der Innenstadt, die Kollektenkörbchen in der Kirche, der Hut des Obdachlosen oder das Taschengeld für den Enkel ohne Schein und Münze? Auch bei Straßenhändlern und auf Märkten sind elektronische Zahlungsmittel mit EC-Karte kaum vorstellbar. Was wird aus dem Weltspartag, wenn es kein Bargeld mehr gibt? Seit 1925 soll der Tag Jahr für Jahr am letzten Werktag im Oktober die Menschen zum Sparen animieren. Sparschweine wären in einer bargeldlosen Gesellschaft überflüssig und Kinder fit zu machen für das Thema Finanzen wäre ungleich schwieriger.

Bei Kontra Bargeld erläuterte der LzO-Firmenberater: „Bargeld kostet Geld.“ Scheine müssen gedruckt, Münzen geprägt werden. Werttransporte bringen die wertvolle Fracht von A nach B, dickwandige Tresore sollen Diebe abhalten. Ohne Bargeld gibt es weniger Schwarzarbeit. Drogengeschäfte und Geldwäsche werden eingedämmt. Doch wer illegale Geschäfte machen will, kann auf andere Währungen ausweichen. Auch virtuelle Währungen wie „Bitconis“, die sich der Kontrolle von Zentralbanken entziehen, könnten dafür genutzt werden. Bargeld ist eine „ekelige“ Angelegenheit. Zwei Drittel der Europäer sind überzeugt, dass der Umgang mit Banknoten und Münzen unhygienisch ist und Dreck an den Fingern hinterlässt“ so der Referent. Kommentar eines Zuhörers: „Bargeld stinkt“.

Der Vorsitzende der Lohner CDU-Senioren Friedhelm Heckmann bedankte sich bei Jens Brockhaus für den engagierten Vortrag und der Präsentation mit einem kleinen Präsent. 

Text: Clemens Haskamp
Fotos: Angelika Friemel

 
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aktualisiert von Gisbert Dödtmann, 17.05.2019, 13:09 Uhr
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