21.06.2019, 15:57 Uhr
 
Grillen beim Riesseler Dorfhaus

Der stellvertretende Vorsitzende der Lohner CDU-Senioren, Eckhard Vogt, begrüßte die ca.  50 Senioren zu einem Grill-Nachmittag auf dem Gelände der Riesseler Dorfgemeinschaft. Besonders bedankte er sich bei den Vorstandsmitgliedern für die Bereitschaft, diesen Grill-Nachmittag auszurichten. Außerdem begrüßte er das Riesseler Gesangsquartett und Willi Bojes mit seinem Akkordeon. Der Mitgliederbeauftragter der Lohner CDU-Senioren, Clemens Haskamp, ging in seiner Ansprache besonders auf die Riesseler Dorfkapelle ein, die eng mit dem Gemeinschaftshaus verbunden ist.

Am 20. Mai 2006 wurde die Riesseler Dorfkapelle feierlich von dem damaligen Pastor der Lohner Pfarrgemeinde St. Gertrud, Herrn Michael Matschke, feierlich eingeweiht. Aber wie ist es zu diesem für die heutige Zeit ungewöhnlichen und fast einzigartigen Vorhaben gekommen? Die Riesseler wollten immer schon eine Kapelle bauen. Diese Nachricht hat seit dem Jahr 1998 die Lohner und insbesondere die Riesseler Bevölkerung elektrisiert. Ursprünglicher Initiator des Baues eines Gotteshauses im Lohner Ortsteil Riessel war im vergangenen Jahrhundert 1930 Pfarrer Anton Rösener. Dieser wurde am 12. Juni 1875 in Lohne geboren. Nach seinem Theologiestudium wurde Anton Rösener am 01. Juni 1901 zum Priester geweiht. Nach vielen Jahren der Vikartätigkeiten in Osterfeine, Visbek und Friesoythe wurde er im Jahre 1916 Pfarrer in Jever. Anton Rösener starb – nur 52jährig – am 10. August 1927 in Cloppenburg.

Offensichtlich aufgrund seiner Lohner Wurzeln und auf dem in Riessel gelegener Grundstücke hatte er den Wunsch, dass auf dem Riessel eine Kapelle gebaut werden sollte. Leider erlag Pfarrer Rösener einem Schlaganfall, sonst wäre dieser Plan wahrscheinlich ausgeführt worden. Die ersten religiösen Lichtblicke nach dem Krieg zeigten sich bald: Im Jahre 1949 wurde in Südlohne die St. Anna-Klus wiedererrichtet. Mit St. Maria-Goretti in Brockdorf im Jahre 1953 und St. Josef im Südosten Lohnes 1959 wurden – auch angesichts der durch Vertriebene stark gestiegenen Einwohnerzahl Lohnes  -  zwei neue Kirchen errichtet. Leider blieb der Riessel in religiöser Hinsicht unberücksichtigt.  

In den 1970er Jahren kam einerseits durch Otto Menke, Heinrich von Lehmden und Friedhelm „Fiti“ Döllmann wieder der Gedanke zur Errichtung einer Kapelle auf dem Riessel auf. Es sollte noch über 20 Jahre dauern, bis einige beherzte Riesseler – an der Spitze Heinz Deters, Hans Sieverding, Wilhelm von Häfen und der schon genannte Fiti Döllmann – den Gedanken des Pfarrers Rösener aus den 1930er Jahren aufgriffen, eine Kapelle zu bauen. Pastor Matschke von der Lohner Kirchengemeinde St. Gertrud und die Verwaltungsspitze der Stadt Lohne, hatten nichts gegen den Bau einer Kapelle auf dem Riessel.

Am 31. Juli 2000 wurde dazu der Kapellenverein gegründet. Gemäß Vereinssatzung ist dessen Ziel… religiöse Zwecke zu verfolgen und in diesem Zusammenhang eine Kapelle bei dem Riesseler Dorfplatz zu errichten. Nun ja, es dauerte noch fünf weitere Jahre, nämlich im  Mai 2006, bis die Kapelle fertig war. Die Riesseler sind auf jeden Fall stolz auf den Bau ihrer Kapelle. Schließlich haben sie den Herzenswunsch ihres ehemaligen Pastors Anton Rösener in die Tat umgesetzt. 

Text: Clemens Haskamp,  Fotos: Angelika Friemel 
 
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aktualisiert von Gisbert Dödtmann, 21.06.2019, 16:02 Uhr
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