03.10.2019, 12:04 Uhr
 
Wie gelingt Integration in Lohne?

Diese Frage hatte die Senioren-Union Lohne der Leiterin des Runden-Tisch-Lohne e.V. – Ursula gr. Holthaus gestellt. Im Herbst 2015 kam die Flüchtlingswelle auch nach Lohne. Ende Oktober trafen die ersten Busse im ehemaligen Rewe-Supermarkt ein, dass von den Maltesern vorbildlich vorbereitet war. Der Runde-Tisch hatte hervorragende Sprachkundige für Syrer, Iraker, Iraner usw. vor dem Eintreffen organisiert.

v. links: Ursula gr. Holthaus, Friedhelm Heckmann, Clemens Haskamp

„Die Flüchtlingskrise wurde eine große Herausforderung für die Stadt Lohne. Dank einiger weitsichtige Politiker und des Bürgermeisters war die Stadt Lohne gut vorbereitet. Es gab und gibt noch heute Einrichtungen, die sofort mit ihrer Arbeit beginnen konnten. Die Lohner haben Erfahrungen mit dem Zuzug aus dem Ausland seit über 50 Jahren“, so Frau gr. Holthaus. In Lohne leben etwa 5.000 Einwohner mit ausländischem Pass. Das ist ein Bevölkerungsanteil von 17 Prozent. Insgesamt leben in Lohne Menschen aus 83 Nationen. Frau gr. Holthaus berichtete, dass die Stadt Lohne in den letzten Jahren sechs Sozialarbeiterinnen eingestellt habe, die sich für die Belange und Integration einsetzen; ebenso wie Caritas, Malteser, Jugendtreff, Ludgerus-Werk und viele Ehrenamtlich geführte Vereine.

„Eine Säule der Flüchtlingshilfe in Lohne ist das Hauspatenmodell, das die Sozialarbeiterinnen der Stadt Lohne gemeinsam mit dem Runden-Tisch umsetzen. Die Idee basiert auf ein Leseförderprojekt. Mütter, pensionierte Erzieherinnen und Lehrerinnen lasen und übten mit den Flüchtlingskindern, die zuhause keine Unterstützung bekommen konnten. Das Projekt ist sehr erfolgreich. Gerade für die vielen Fremdarbeiterkinder, die mitten im Schuljahr als Quereinsteiger eingeschult wurden und meistens kein Wort Deutsch sprachen“ so gr. Holthaus. Der Runde-Tisch-Lohne für Integration und Völkerverständigung e. V. kümmert sich hauptsächlich um Begegnungsmöglichkeiten und Verständigung von alteingesessenen Lohnern und den Neubürgern. Es wurden schon viele Aktionen über das Jahr ins Leben gerufen. Frau gr. Holthaus: „Es ist unser Ziel, Parallelgesellschaften zu vermeiden! Dazu sind große Anstrengungen und besonders eine Bereitschaft von beiden Seiten aufeinander zuzugehen erforderlich. Eine besondere Herausforderung ist eine andere Religion, ein anderer Kulturkreis. So wie wir gepflegte Vorurteile vom Islam haben, so haben sie die Menschen islamischen Glaubens.

Trotz des hohen Migrantenanteils der Lohner Bevölkerung ist Lohne einer der sichersten Städte in Niedersachsen laut Auskunft der Polizei. Neben den Flüchtlingshelfern kümmern sich im Präventionsrat etwa 50 freiwillige Helfer um die Sicherheit der Bürger. Aber die Menschen haben ein gegenteiliges Gefühl“

Text: Clemens Haskamp
Fotos: Angelika Friemel

 
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aktualisiert von Gisbert Dödtmann, 05.10.2019, 12:06 Uhr
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