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31.01.2021, 20:36 Uhr | Clemens Haskamp + Berliner Morgenpost
Noch so eine Panne…
Berlin blamiert sich – mal wieder

Zwischen vollmundiger Ankündigung, Berlin werde mit einer eigenen Produktionsstätte bei der Herstellung eines Corona-Impfstoffs mithelfen, und dem peinlichen Dementi lagen rund acht Stunden. Unweigerlich fühlt man sich an die Aussage von Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) über die Hauptstadt erinnert: „Wenn ich dort ankomme, denke ich immer: `Vorsicht, Sie verlassen den funktionierten Teil Deutschlands`“.

Donnerstagmorgen teilte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilik Kalayci (SPD) noch im Abgeordnetenhaus der verblüffen Öffentlichkeit mit: „Berlin steht bereit, bei der Impfstoffproduktion mitzuhelfen. Es wäre großartig, wenn Berlin auch weltweit mithelfen kann, Impfstoff zu produzieren“.

Mit der Unterstützung der Senatsverwaltung werde das Unternehmen Berlin-Chemie schnell daran gehen können, die Vakzine zu liefern, hieß es weiter. Dumm nur, dass offenbar auch die Firma Berlin-Chemie davon nichts wusste. Als eine Zeitung im Verlauf des Tages nachhakte, folgten die ersten verbalen Rückzüge des Senats. „Es geht nicht um die Produktion, sondern um die Abfüllung von Impfstoff“, musste eine Sprecherin zugeben. Am frühen Abend blamierte die Antwort von Berlin-Chemie Kalayci und die rot-rot-grüne Koalition vollständig. Man verfüge gar nicht über die zur Herstellung des herbeigesehnten Impfstoffes benötigte Technik. Die Absage gilt auch für das Abfüllen.

Die Gesundheitssenatorin muss wohl einiges falsch verstanden haben. Auf jeden Fall sind ihr Hohn und Spott sicher. Sie und Berlin waren der Wunsch nach Weltgeltung und der Mitteilungsdrang übermächtig. Am Freitagmorgen war Kalayci jedenfalls wieder in der tristen Realität des von Versäumnissen, Pannen und Widersprüchlichkeiten geprägten deutschen Pandemie-Alltags angekommen. „Für Berlin hätte ich mir gewünscht, schnell eine Produktionsstätte aufzubauen“. Immerhin wird in Berlin die Realität wieder respektiert. Das klingt doch auch nach einer guten Nachricht. Wenn das auch noch zur Folge hätte, dass die rot-rot-grüne Koalition von Projekten wie einer autofreien Stadt abrückt oder aufhört, trotz Wohnraummangel ständig für die Zuteilung weiterer Migranten zu werben, wäre schon viel gewonnen. Aber so ist Berlin: Strom kommt aus der Steckdose, das Geld kommt vom Steuerzahler, der Länderfinanzausgleich läuft, usw. Nur gut, bei ihrer Inkompetenz braucht man sich über solch einen Unsinn nicht zu wundern.

Im Hintergrund höre ich die Stimme von Walter Ulbricht: „Niemand hat vor, einen Impfstoff zu produzieren“.

Text: Clemens Haskamp + Berliner Morgenpost
aktualisiert von Gisbert Dödtmann, 31.01.2021, 20:39 Uhr
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