+++ „Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige.“ +++
Presse
02.08.2021, 10:03 Uhr
Leserbrief 2 von Helmut Backhaus
Schmutziger Wahlkampf?

Leserbrief zu „Wir sind mitten im schmutzigen Wahlkampf“ von Florian Thamann

Man muss sich verwundert fragen, was bei dem Thema der ‚Angriffe auf die Kanzlerkandidatin‘ die „weltweite Klimakatastrophe“ und die „schlechte Bildungspolitik“ mit dem Debakel zu tun haben, in das Annalena Baerbock, die Kanzlerkandidatin der Grünen, sich durch ihre „Fehler“ hineinmanövriert hat. Es kann jedoch kein Zweifel daran bestehen, dass der Leserbriefschreiber Florian Thamann damit von dem Tatbestand ‚ablenken‘ will, der sich durch ihr Abschreiben von - nicht kenntlich gemachten - fremden Textpassagen ergeben hat. Zwar gibt er zu, dass Annalena Baerbock „kleine Fehler“ gemacht hat, hält diese aber für „aufgeblasen“ von bestimmten konservativen Kreisen, vor allem in den „eher der CDU wohlgesonnenen Medien“. Womit er diese Behauptungen belegen will, bleibt sein Geheimnis. Es ist wahrhaftig keine Bagatelle, wenn jemand ein Buch in der Öffentlichkeit vorstellt, das Textpassagen enthält, die nicht von ihm stammen und zu denen keine Angaben über den Verfasser des jeweiligen Textes gemacht werden. Wenn man entgegnen will, dass dieses Buch keine Promotionsarbeit sei und kein wissenschaftliches Buch, sondern ‚nur‘ ein Mittleres zwischen Sachbuch und Autobiografie (wie Baerbock selbst darlegt, s. Neue Züricher Zeitung, 04.07.2021), dann bleibt der Tatbestand des Plagiats immer noch bestehen.

Wenn der Rechtsanwalt von Frau Baerbock keine „Urheberrechtsverletzung“ erkennen kann und feststellt, die Passagen enthielten nur „allgemein bekannte Fakten sowie politische Ansichten“, reibt man sich verwundert die Augen: Sind unrechtmäßigerweise kopierte Texte Dritter wirklich nur ‚allgemeine Fakten‘, die Wort für Wort so für den Eigengebrauch übernommen und der Öffentlichkeit als eigene Gedanken präsentiert werden dürfen? Sind genau formulierte persönliche ‚politische Ansichten‘ eine Art Allgemeingut? Ist nicht gerade im gegenwärtigen digitalen Zeitalter durch den genau gefassten Datenschutz z. B. die Sensibilität für personenbezogene Daten größer geworden, oder ist man noch immer schutzlos dem „Abkupfern“ preisgegeben? Frau Baerbock hat nachweislich weder den Politologen Michael T. Klare («Kriegstreiber Klimawandel») noch die Urheber von fünf weiteren Passagen um ihr Einverständnis gebeten (u. a. aus Bundeszentrale für politische Bildung; Wikipedia; „Spiegel“), sondern die Texte ohne jede Zitation übernommen. Es sind inzwischen weitere Stellen hinzugekommen («Süddeutsche Zeitung»; ZDF; «Tagesspiegel»; «TAZ» mit der Nachhaltigkeitsforscherin Maja Göpel), sogar Texte von Parteikollegen wie Jürgen Trittin, Joschka Fischer – alles Urheberrechtsverletzungen (Beispiele aus NZZ, 03. und 04.07.2021), wie laut auch z. B. Jürgen Trittin „Dreckskampagne“ in die Welt, d. h. in Richtung des „strukturkonservativen Lagers“ (Deutschlandfunk) schreien mag. Wenn er als Betroffener (und andere) auf eine Abmahnung nach dem Datenschutzgesetz verzichtet, ist dass seine Sache, aber der „Dreck“ kommt nicht von dunklen konservativen Kräften, sondern der „Schmutz“ ist von Annalena Baerbock verursacht. Sie muss ihn selbst auf der Treppe ins Kanzleramt aus dem Weg räumen.

Helmut Backhaus, Vechta

aktualisiert von Gisbert Dödtmann, 02.08.2021, 10:05 Uhr
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