+++ Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben Theater ist, dann suche dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spaß macht. (Shakespeare) +++
29.02.2020, 17:10 Uhr
 
Ehrenamtliche Tätigkeiten in der Kirche!

Der Diakon der katholischen Kirche St.-Gertrud – Herr Franz-Josef Kröger – referierte bei den Lohner CDU-Senioren. Er sei im Jahre 1995 zum Diakon geweiht worden. Innerhalb des dreistufigen Standes der Kleriker und des Weihesakramentes in der katholischen Kirche ist zwischen Diakon, Priester und Bischof zu unterscheiden. Diakone spenden das Taufsakrament, sie predigen und assistieren in der Eucharistiefeier, sie assistieren bei der Trauung und beerdigen. Sie spenden jedoch nicht die Sakramente der Buße (Beichte) und der Krankensalbung. Jeder sucht sich – seinen eigenen Fähigkeiten entsprechend – einen besonderen Schwerpunkt, wo er Menschen am Rande der Gesellschaft, Kranken oder Benachteiligten besonders nahe sein kann.

Franz-Josef Kröger

Als einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit nannte er die Hospiztätigkeit. „Hospizarbeit findet in stationären Hospizen, in der Häuslichkeit, im Pflegeheim sowie im Krankenhaus, z. B. auf einer Palliativstation, statt. In stationären Hospizen sorgen ehrenamtliche Mitarbeiter auf vielerlei Ebenen für das Wohlbefinden der Gäste und ihrer Angehörigen. Sie begleiten die Gäste emotional oder leisten ihnen Gesellschaft. Auch das Ausrichten von kleinen Festen, das Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung bei Bürotätigkeiten gehören dazu“, so der Diakon.

Er hört zu, wenn Gäste und Patienten aus ihrem Leben erzählen. Er bietet stille Gesellschaft und Körperkontakt an, wenn Sprechen schwer fällt oder nicht gewünscht ist. Genauso offen ist er für Gespräche über Alltägliches. Er unterstützt Patienten und Familienangehörige bei kleinen Erledigungen, begleitet sie nach draußen oder liest auf Wunsch vor. Ehrenamtliche Hospizler begleiten tödlich Erkrankte, Angehörige oder sonstige Unterstützer, wie Freunde oder Nachbarn. Sie stehen auch Paaren oder ganzen Familien bei. Dadurch treffen sie auf vielfältige Wünsche und Aufgaben. Mal steht der emotionale Beistand und mal die tatkräftige Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags im Vordergrund.

Nicht immer kann ein Hospizler allen Beteiligten gerecht werden. Dann können in ein und derselben Familie auch zwei oder drei Hospizhelfer tätig werden. Bei einer Sterbehilfe müsse man auch mit den Familienangehörigen reden. Einen Grundsatz betonte Franz-Josef Kröger: „Auch der Tod gehört zum Leben“.

Auch wurde kurz über die Sterbehilfe diskutiert. Mit dem neuen Paragrafen 217 im Strafgesetzbuch wollte die Politik professionellen Suizidhelfern das Handwerk legen. Aber das geht Karlsruhe zu weit: Es gebe ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, so die Karlsruher Richter. Diakon Kröger hatte hierzu eine andere Meinung, die er kurz erläuterte.

Der Vorsitzende der Lohner CDU-Senioren – Friedhelm Heckmann – bedankte sich bei Franz-Josef Kröger mit einem kleinen Präsent.

Text: Clemens Haskamp

Fotos: Angelika Friemel  
 

 
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aktualisiert von Gisbert Dödtmann, 01.03.2020, 13:29 Uhr
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