Senioren-Union des CDU-Kreisverbandes Vechta

Klimaschutz in Dinklage

Seit einem Jahr ist Herr André Woelk Klimamanager der Stadt Dinklage. Als Klimamanager will er hier negative Einflüsse auf das Klima vermeiden, vermindern oder durch Alternativen beherrschen. Das betrifft nicht nur die Nutzung von Photovoltaik und Windkraft, sondern auch die Verminderung des Flächenverbrauchs durch höheres Bauen und CO²-Reduzierung durch kompaktes Bauen mit gemeinsamer Energieversorgung. Ein Einfamilienhaus verbraucht erheblich mehr Energie beim Bau und Unterhalt als ein Doppel-, Reihen- oder Mehrfamilienhaus. Außerdem kann bei kompakteren Bauten auf günstigere Formen der Energieversorgung übergegangen werden. Altersgerechte Wohnformen reduzieren den Energiebedarf zusätzlich. Daher gilt es, Akzeptanz für neue Wohnformen zu finden.

v. l. Helmut Hüttig, Hans Hoymann, André Woelk, Georg Tepe, Marianne Albers, Gisbert Dödtmannv. l. Helmut Hüttig, Hans Hoymann, André Woelk, Georg Tepe, Marianne Albers, Gisbert Dödtmann

Zusätzlich können Photovoltaik-, Windkraft- und Blockheizanlagen Wärme und Strom CO²-reduziert erzeugen. Grüne Vorgärten, Gründächer, bessere Dämmung, Zisternen sowie Stoßlüften und der Verzicht auf Bodenversiegelung haben positiven Einfluss auf unser Klima. Ökologische Garten- und Zaungestaltung plant die Stadt, am Epouville-Platz zu zeigen.

Herr Georg Tepe wies ebenfalls auf die bessere Energieeffizienz verdichteter Wohnformen hin. Er konzentrierte sich allerdings auf Hinweise zur kurzfristigen Energieeinsparung. Verhaltensänderung beim Heizen und Duschen (1-2 Grad niedrigere Heiztemperaturen, Nachtabsenkung, Duschen statt Baden) spart Gas/Öl und Wasser. Eine geringe Investition in neueste Heizungs- und Warmwasserpumpen senkt den Stromverbrauch um 80 bis 90 %. Die Warmwasserpumpe sollte nicht 24 Stunden, sondern nur in der Hauptnutzungszeit laufen. Ein hydraulischer Abgleich in Verbindung mit neuen Thermostaten könnte den Energieeinsatz um bis zu 8 % senken. Außerdem sollte jede Heizungsanlage mindestens alle 2 Jahre gewartet werden.

In einer lebhaften Diskussion beantworteten die Referenten alle Fragen. Mitglieder der Senioren-Union regten an, die Stadt möge prüfen, ob sie als Energieanbieter auftreten oder Bürgerwindparks konzipieren kann.

Text und Fotos: Hans Hoymann

 
 

Klimaschutz in Dinklage